04. Dezember 2020

Medizin studieren

Sollte ich Humanmedizin studieren? Was erwartet mich im Medizin-Studium? Alle Infos rund um Studieninhalte, Prüfungen und Zulassung.

Menschen helfen und Krankheiten heilen. Diagnosen erstellen und den menschlichen Körper verstehen. Vom Aufbau des Nervensystems bis zum Umgang mit den Angehörigen der Patienten. Mediziner studieren die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Krankheiten. Humanmedizin ist einer der beliebtesten Studiengänge und gleichzeitig sehr anstrengend. Hier erfährst du alles rund um das Studium Humanmedizin und bekommt Tipps wie du auch ohne NC Medizin studieren könntest.


Studienablauf und Inhalte


Humanmedizin ist das Grundlagenstudium für jeden Mediziner. Wenn du Arzt werden möchtest musst du zunächst zunächst die Theorie lernen. Später kannst du dich dann auf einen bestimmten Bereich spezialisieren, z.B. Chirurgie oder Dermatologie. Insgesamt dauert das Medizin-Studium ca. 13 Semester, also 6 Jahre. Das Studium beinhaltet vor allem naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagenfächer. Neben den theoretischen Inhalten absolvieren Medizinstudenten aber auch Praktika. Auf dem Stundenplan steht vor allem:


Grundlagenfächer:

  • Naturwissenschaftliche Fächer (Chemie, Biologie, Physik)
  • Medizinische Fächer (Biochemie, Anatomie, Physiologie)


Theorien zu Krankheiten und der Behandlung:

  • Mikrobiologie
  • Klinische Chemie
  • Radiologie
  • Anamnese 
  • Medizinische Biometrie (die Lehre von Messungen an Lebewesen)
  • Pharmakologie


Praktika (im jeweiligen Fachbereich):

  • Innere Medizin
  • Dermatologie
  • HNO
  • Anästhesie
  • Allgemeinmedizin
  • Orthopädie
  • Urologie
  • Chirurgie
  • Psychiatrie
  • Neurologie
  • Frauenheilkunde
  • Kinderheilkunde


Welche Prüfungen muss ich absolvieren?


Zum erfolgreichen Studienabschluss der Humanmedizin müssen neben kleineren Prüfungen während des Semesters vor allem 3 große Prüfungen bestanden werden: das Vorklinikum (das früher noch Physikum hieß) im 4. Semester, das Klinikum im 10. Semester und die Abschlussprüfung im 13. Semester. Dabei müssen schriftliche und mündliche Prüfungen absolviert werden. 


Im ersten Abschnitt, also im 4. Semester besteht das Vorklinikum bzw. Physikum aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfungen. Abgefragt werden alle Inhalte aus den ersten vier Semestern, also die Grundlagenfächer. Wenn du das Vorklinikum erfolgreich abschließt hast du das 1. Staatsexamen erworben.


Die zweite große Prüfung, das Klinikum findet im 10. Semester statt. An diesem Zeitpunkt hat man bereits fünf Jahre studiert und bereits das zweite Praktikum absolviert. Hierbei muss man eine schriftliche Prüfung bestehen. Bei dieser Prüfung geht es vor allem um die theoretisch-medizinischen Inhalte.


Die letzte Abschlussprüfung im Studium Humanmedizin bezieht sich auf das praktische Jahr. Darin arbeiten Medizinstudenten für 12 Monate in einem Universitätsklinikum oder einer anderen medizinischen Einrichtung im Ausland. Um das 2. Staatsexamen zu erwerben und das Studium abzuschließen müssen Studierende eine mündlich-praktische Prüfung bestehen. Dabei muss ein Patient untersucht, also eine Anamnese angewendet werden. Darüber hinaus zählt der Diagnose- und Prognosebericht sowie der Behandlungsplan zur Prüfungsleistung.


Grundsätzlich sollten die Prüfungen nicht unterschätzt werden. Wenn man eine Prüfung auch beim dritten Versuch nicht besteht, darf man in Deutschland an keiner anderen Universität Medizin studieren.


Wann kann ich als Arzt arbeiten?


Die Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Studenten, die Medizin studieren wollen normalerweise als Arzt in einem Krankenhaus oder einer eigenen Praxis arbeiten. Im Krankenhaus darfst du nun arbeiten, allerdings nicht als sogenannter Facharzt in einer eigenen Praxis. Hierfür bedarf es einer weiteren Ausbildung: der Ausbildung zum Facharzt. Diese Ausbildung ist aber kein weiteres Studium. Stattdessen arbeitet man für weitere 5 bis 6 Jahre als Assistenzarzt in einem bestimmten Fachbereich. In dieser Zeit wirst du aber bereits vergütet. 


Brauche ich einen Doktortitel?


Für Laien ist der Doktortitel, also die erfolgreich absolvierte Promotion ein Muss. Schließlich geht man zum Arzt und möchte von einem Doktor untersucht werden. Allerdings hat die Doktorarbeit keinen Einfluss auf die Qualifikation des jeweiligen Arztes. Lediglich bei medizinischen Berufen in der Industrie, also z.B. in Forschung und Entwicklungsabteilungen von Konzernen oder der E-Health-Branche haben promovierte Ärzte bessere Chancen auf ein höheres Gehalt. Viele Mediziner schreiben die Doktorarbeit daher bereits während des Studiums und brauchen dafür ca. ein Jahr. 


Wie erfülle ich die Zulassungsvoraussetzungen für Medizin?


Eine der wohl meistgestellten Fragen beim Medizin-Studium ist sicherlich bzgl. der Zulassungsvoraussetzungen. Es ist bekannt, dass der NC für einen Medizin Studienplatz extrem hoch sind und sich darüber hinaus jedes Semester sehr viele Studienanfänger bewerben. Wir haben einen eigenen Blogbeitrag zu diesem Thema geschrieben. Mit nützlichen Tipps, wie du deine Chancen steigerst und ohne perfektes Abitur trotzdem Medizin studieren kannst. Hier erfährst du mehr.


Wie dir Toni Knows helfen kann


Das Medizin-Studium ist nicht für jeden perfekt und das passende Traumstudium. Wenn du dir unsicher bist, ob du Humanmedizin studieren solltest, hilft dir der Studienwahltest von Toni Knows dabei, es herauszufinden. Experten mit über 15 Jahren Erfahrung haben diesen Studientest entwickelt. Du erfährst viel über deine Persönlichkeit, deine individuellen Stärken und welche Studiengänge perfekt zu dir und deiner Persönlichkeit passen. Vielleicht empfiehlt Toni dir ein anderes Studium, das dir letztendlich viel besser gefällt? Hier kommst du direkt zum Test.

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