02. Februar 2021

Studium, Ausbildung oder duales Studium – was ist das Richtige für mich?

Studium, Ausbildung oder dual studieren? Was ist das Richtige bei so vielen Möglichkeiten? Toni Knows hilft dir bei der Entscheidung, wie es nach dem Abi weitergehen könnte.

Nach dem Abi stehen Jugendliche vor wichtigen Entscheidungen. Genauso spannend wie die Frage „Was soll ich werden?“ ist die Frage „Wie komme ich dorthin?“. Oft gibt es nämlich nicht den einen Weg, der einen zu einem bestimmten Beruf führt. Ob Studium, Ausbildung oder duales Studium: Jede dieser Möglichkeiten bietet Schulabsolventen eine Menge beruflicher Chancen. Für welche Option du dich entscheidest, solltest du in erster Linie von deinen persönlichen Stärken und Präferenzen abhängig machen. 


Passt ein klassisches Hochschulstudium zu dir? 

Ein klassisches Studium bietet dir die größte Vielfalt: Es gibt eine breite Fächerauswahl und ein riesiges Spektrum an Hochschulen – von großen staatlichen Universitäten über kleine spezialisierte Fachhochschulen bis hin zu privaten Instituten. Weil viele Fächer an mehreren Hochschulen angeboten werden, fließen bei der Entscheidung für ein klassisches Studium auch Dinge wie der Standort, das Hochschul-Renommee und die Atmosphäre auf dem Campus mit ein.

Auch Abiturienten, die viele Freiheiten genießen möchten, sind mit einem klassischen Studium gut bedient. Dort kannst du nämlich eigene Schwerpunkte setzen und dir die Zeit beispielsweise für Urlaubs- oder Auslandssemester selbst einteilen. Das verlangt allerdings – je nach Hochschultyp und Betreuungsintensität – viel Eigenverantwortung. Deswegen eignet sich ein klassisches Studium für Personen, die sich und ihr Leben gut organisieren können und schon ein gewisses Level an Selbstständigkeit mitbringen. Während Azubis und duale Studierende „automatisch“ praktische Erfahrungen sammeln, müssen sich klassisch Studierende eigeninitiativ um Praktika bewerben, um dort das Erlernte anzuwenden. 

Ein weiterer Vorteile des klassischen Studiums: Durch den modularen, international gleichen Aufbau des Bachelor- und Mastersystems können Studierende im klassischen Modell problemlos ins Ausland wechseln. Zudem ist eine wissenschaftliche Karriere nach Studienabschluss möglich. Wenn du dir also erstmal alle Türen offenhalten willst, ist das klassische Studium eine super Wahl für dich. 


Gute Gründe für eine Ausbildung 

Die Ausbildung führt dich nach dem Schulabschluss direkt ins Berufsleben. Ohne theoretische Umschweife triffst du sofort auf konkrete Aufgaben und Tätigkeiten des Arbeitsalltags. Gleichzeitig bietet der Berufsschulunterricht mit Klausuren und Ferien weiterhin eine feste Struktur. Das hilft vielen Jugendlichen beim Übergang von der Schulzeit zur Ausbildung. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich weiter zu qualifizieren oder noch ein Studium zu absolvieren. 

Eine Ausbildung ist genau richtig für alle, die sich beim Tun entfalten. So kann sie zu mehr Selbstsicherheit führen, gerade bei  Jugendlichen, deren Vorliebe fürs Praktische in der Schule wenig gewürdigt wurde. Durch Lehrer und Arbeitgeber ist eine enge Betreuung gewährleistet und du bekommst regelmäßig konkrete Rückmeldungen, die dich bei deiner Entwicklung unterstützen. Besonders für Jugendliche, denen der Schritt an eine Hochschule (zunächst) zu gewagt erscheint, ist eine Ausbildung ein hervorragender Startpunkt. Sie bringt dir viele Chancen, dich persönlich zu entwickeln und dich fachlich zu orientieren. Wer zum Beispiel mit dem Gedanken spielt, später Architektur zu studieren, kann etwa als Tischler oder Bootsbauer beginnen; wer Osteopathie spannend findet, mit einer Ausbildung als Physiotherapeut.


Für wen ist ein duales Studium geeignet? 

Das duale Studium ist in Deutschland entstanden – als Reaktion auf die Kritik von Arbeitgebern, vielen Hochschulabsolventen mangele es an praktischen Kenntnissen. Es verbindet Theorie und Praxis, indem es die Arbeit bei Unternehmen in die Ausbildung miteinbezieht. Studierende sind nämlich abwechselnd an der Hochschule und im Partnerunternehmen, wo ihr Wissen gleich Anwendung findet. 

Wenn du am besten an konkreten Fällen und aus eigener Erfahrung lernst, ist ein duales Studium das passende Modell für dich. Dabei sind die drei Jahre bis zum Bachelor-Abschluss zeitlich prall gefüllt: Während andere Semesterferien haben, müssen dual Studierende zum Arbeiten ins Unternehmen. Deshalb eignet sich die Studienform speziell für zielstrebige und ehrgeizige Abiturienten, die effizient und schnell vorankommen wollen.

Die Übernahmechancen sind beim dualen Studium hoch und die Jobaussichten gut. So steigen die meisten Absolventen unmittelbar nach ihrem Abschluss in den Job ein, ohne ein Masterstudium folgen zu lassen. Im Ausland ist das Konzept bislang wenig bekannt. Deshalb passt es  vor allem zu Bewerbern, die eine Laufbahn im mittleren bis gehobenen Management innerhalb Deutschlands anstreben. Damit du einen Platz beim Partnerunternehmen deiner Wahl bekommst, solltest du dich bereits eineinhalb Jahre vor dem Abi darum bemühen – ein weiterer Grund, warum insbesondere „organisierte“ Absolventen sich für diesen Weg entscheiden.


Überlege gründlich und halte deine Erkenntnisse schriftlich fest

Passt eine der Beschreibungen besonders gut zu dir? Bevor du dich final entscheidest, solltest du dennoch vorab alle Argumente beleuchten, am besten schriftlich. Die vielen Freiheiten eines Studiums klingen beispielsweise auf Anhieb verlockend für dich? Dann überlege trotzdem noch mal in Ruhe: Wie kann ich am besten lernen – theoretisch oder praktisch? Was hilft mir, in die Gänge zu kommen, zum Beispiel enge Betreuung oder möglichst viel Freiheit? In welchem Umfeld fühle ich mich motiviert? Wirf einen Blick zurück auf deine Schulzeit oder Praktika, um die Fragen zu beantworten. Wenn du dir klarmachst, welche Faktoren dich bislang besonders beflügelt haben, wirst du deiner Entscheidung näherkommen und sie durch Erfahrungswerte untermauern.


Du hast herausgefunden, dass du studieren möchtest, weißt aber noch nicht sicher, welches Fach? Der Test von Toni Knows hilft dir bei dieser zentralen Entscheidung und zeigt dir Studiengänge, die perfekt zu deiner individuellen Persönlichkeit passen. Hier kommst du direkt zum Studienwahltest.

Es gibt so viele Möglichkeiten – woher weiß ich, dass ich das richtige wähle?

Heutzutage stehen SchülerInnen viel mehr Optionen offen als früher. Das bietet riesige Chancen. Bedeutet aber gleichzeitig auch, dass alle Optionen abgewogen werden müssen …

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